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Umbau Burbach
Burbach im Netz
 

Burbach ist ein Stadtteil mit etwa 15.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, der durch „die Hütte“ und mehrere große Stahl verarbeitende Unternehmen zu Reichtum und Wohlstand kam. Seit der Schließung der Burbacher Hütte Ende der 70er Jahre ist der Stadtteil mit mannigfaltigen Belastungen konfrontiert. Dennoch ist Burbach ein lebens- und liebenswerter Stadtteil. Gerade für Familien gibt es viele Gründe hier zu wohnen: eine ausreichende Zahl von Kindergartenplätzen, zwei Grundschulen mit verschiedenen Angeboten der Nachmittagsbetreuung, eine weiterführende Schule, schöne Spielplätze, eine tolle Skateranlage im Weyerbachtal, Grünzonen, die zum Verweilen einladen.

Burbach hat eine Vielzahl von erfolgreichen Vereinen mit einer großen Mitgliederzahl. Diese nehmen insbesondere mit der Förderung Jugendlicher eine wichtige Aufgabe im Stadtteil wahr und sind über die Interessengemeinschaft Burbach gut vernetzt.

In den vielen Geschäften im Zentrum Burbachs kann alles zum Leben Notwendige auch ohne Auto eingekauft werden. Die dort ansässigen Geschäfte bekommen jedoch die sinkende Kaufkraft ihrer Kundschaft immer stärker zu spüren. Da ein erhoffter Aufschwung durch neue Kunden aus den entstandenen Dienstleistungszentren ausbleibt, sind viele Geschäfte von der Schließung bedroht. Die Lösung dieses Problems ist für den Gewerbeverein Burbach eine große Aufgabe.

Die Anbindung Burbachs an den öffentlichen Personennahverkehr ist gut. 2006 soll mit Haltestellen der Saarbahn im Zentrum und an den Gewerbestandorten der Weg in die Innenstadt Saarbrückens zum „Katzensprung“ werden und der Stadtteil eine Verkehrsentlastung erfahren.


1990 wurde mit der Erschließung brach liegender Industrieflächen begonnen. Es entwickelte sich ein moderner Gewerbestandort mit überwiegend hoch qualifizierten Arbeitsplätzen. Neben in atemberaubender Geschwindigkeit hochgezogenen Bürogebäuden mit ansprechenden Glas- und Aluminiumfassaden verkommt in unmittelbarer Nähe das ehemalige „Schlafhaus“ für Hüttenarbeiter. Dieses Bild ist Ausdruck einer Spannung, die für viele Bewohnerinnen und Bewohner kaum auszuhalten ist, da sie von dem Wohlstand nicht partizipieren. Seit Ende 2003 ist Burbach aufgenommen in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“. Gemeinsam mit den Burbacherinnen und Burbachern werden für eine positive Stadtteilentwicklung Ideen entwickelt und umgesetzt.

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