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Der Stadtteil Sulzbach-Altenwald

Altenwald ist der drittgrößte von sechs Sulzbacher Stadtteilen. Das Erscheinungsbild insbesondere im südlichen Teil des Ortes ist durch die Geschichte und die Folgen des Bergbaus geprägt. Es gibt ein reges gesellschaftliches Leben in Vereinen und Kirchengemeinden.

Städtebaulich weist Altenwald heute einen „besonderen Entwicklungsbedarf“ auf. Der Stadtteil wurde deshalb auf Antrag des Sulzbacher Stadtrates in das Städtebau-Förderungsprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen.

Altenwald ist mit 3.795 EinwohnerInnen der drittgrößte von sechs Sulzbacher Stadtteilen. Die Stadt Sulzbach hat insgesamt 19.665 EinwohnerInnen (Stand: 31.12.2003) und gehört zum Stadtverband Saarbrücken / Saarland.

Altenwald ist durch die 1852 in Betrieb genommene Eisenbahnlinie Saarbrücken- Neunkirchen geteilt. Die junge Geschichte des Ortes Altenwald ist untrennbar mit seinen Kohlevorkommen und dem Bergbau verbunden. Nördlich der Bahnlinie waren ehemals die Anlagen der Grube und der Kokerei Altenwald, hier entstand erst ab 1923 ein neues Wohnviertel.

Der ältere südliche Teil entstand im Wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Von der Bevölkerungszahl vollzogen sich in relativ kurzen Zeiträumen große Veränderungen: die Siedlung zählte um 1800 eins bis zwei und 1843 elf Häuser mit 78 EinwohnerInnen; 1927: ca. 7.000 EinwohnerInnen (Höchststand), Ende 2001: 3.700 EinwohnerInnen.

 

Der größte Teil der Bevölkerung gehört den beiden großen christlichen Konfessionen an (katholisch: ca. 2.400 Personen, evangelisch: ca. 1.150 Personen). Darüber hinaus befindet sich in Altenwald seit einigen Jahren ein Hindutempel im Gebäude einer ehemaligen Gaststätte.

 

Mit Ende des Bergbaus verließen viele jüngere Altenwalder den Ort und zogen z.B. in den Stadtteil Neuweiler. Der heutige Wohnungsbestand ist zum allergrößten Teil in Privatbesitz, viele Altenwalder Familien wohnen im eigenen Haus.

 

Altenwald verfügt über zahlreiche und vielfältige personelle und materielle Ressourcen und Kompetenzen, die größtenteils im Binnenbereich von Vereinen, Verbänden, Kirchengemeinden und Parteien gebunden sind: Evangelische und Katholische Kirchengemeinde unterhalten ein breites Spektrum an Aktivitäten, es gibt aktive Turn-, Sport-, Gesang- und Tierzuchtvereine, Ortsgruppen von AWO, DRK, Sozialverband VDK, THW sowie eine Freiwillige Feuerwehr und eine Ortsgruppe der Bergbaugewerkschaft/IGBCE. Viele dieser Vereine und Gruppierungen verfügen über eigene Heime und Räumlichkeiten.

  

Es gibt mehrere Gewerbegebiete: Zur Tannenburg, Ludwigshöhe, Zur Seilscheibe, Eisenbahnschachtanlage im bzw. an den Rändern des Stadtteils, während die Einzelhandelsgeschäfte besonders in Altenwald-Mitte immer weniger geworden sind, was insbesondere für ältere Menschen problematisch im Hinblick auf die alltägliche Grundversorgung ist.

 

Verkehrsmäßig hat Altenwald insgesamt gute Anbindungen (Autobahnanschluss, Bahnhaltepunkt, Saartal- und RSW – Buslinien), allerdings ist aufgrund der nur durch den Ortskern zu erreichenden Gewerbegebiete ein großer Teil der Bevölkerung durch hohes Verkehrsaufkommen belastet.

 

Der Stadtteil Altenwald war nach dem Ende des Steinkohlebergbaus im Jahr 1964 in den letzten Jahrzehnten ein öffentlich vernachlässigter Stadtteil, der infolge dessen heute „besondere Entwicklungsbedarfe“ aufweist – der Zustand des Marktplatzes macht dies beispielhaft augenscheinlich. Das städtebauliche Erscheinungsbild ist insbesondere im südlichen Teil von den Folgen des Bergbaus geprägt (Grubensenkungen etc.).

 

Der Stadtteil Altenwald wurde 1999 auf Antrag des Sulzbacher Stadtrates in die erste Förderperiode des neuen Programms der Städtebauförderung „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ aufgenommen, seither sind vielfältige Initiativen für eine positive Stadtteilentwicklung im Gange.

...wollen Sie mehr über unseren Stadtteil erfahren? Dann klicken Sie weiter und informieren Sie sich auf unserer gugg-emol-Seite, die gemeinsam vom Stadtteilbeirat, der Dorfinteressengemeinschaft und der GemeinWesenArbeit verantwortet wird.

 

 
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