Alt-Saarbrücken

Religiöse Vielfalt prägt Saarbrücken

Koraninschrift
alt-Sb Moschee

Religiöse Zentren auch in Altsaarbrücken

 

(Unser Foto zeigt eine Koraninschrift in der Moschee der türkischen-islamischen Gemeinde in Altsaarbrücken)

Die neuesten Daten des städtischen Amtes für Entwicklungsplanung und Statistik zeigen das die Landeshauptstadt von einer Vielzahl an Religionen und Weltanschauungen geprägt ist. Die Zahlen, die nach Informationen aus dem Melderegister zustande gekommen sind, durch Angaben der Islamischen Gemeinden und buddhistischer Gemeinschaften. Von den 180 515 Einwohnern in Saarbrücken sind 81 700 römisch-katholischer Konfession. In der Stadt leben 49 982 evangelische Christen.

Die drittgrößte Glaubensgemeinschaft bildet der Islam mit rund 9000 Gläubigen. Hier gibt es llediglich eine städische Schätzung, die auf die Staatsangehörigkeit oder das Geburtsland hinweist, da im Melderegister die Zugehörigkeit zum Islam nicht aufgeführt werden muß. Die islamische Gemeinde an der Saar nannte nach Angaben der Saarbrücker Zeitung für Saarbrücken ebenfalls die Zahl von 9000.

Nach den städtischen Daten bekennen sich 1363 Personen zum jüdischen Glauben, Die Russisch-Orthodoxen zählen 663 Gläubige, die Neuapostolischen 526, die Griechisch-Orthodoxen 330, die Lutherisch-Evangelischen 137 und die Altkatholiken 108 Gläubige. Zu den verschieden mit 5450 gehören etwa Hindus und Sikhs.

Diese religöse Vielfalt prägt ganz besonders das Stadtbild von Altsaarbrücken. Neben dem alten Friedhof, der aus einem jüdischen und einem nichtjüdischen Teil besteht, befinden sich der weltanschaulich neutrale Hauptfriedhof und der jüdische Friedhof in unserem Stadtteil. Als ehemalige religiöse Stätten sind die frühere katholische Kirche St. Mauritius in der Moltkestraße, die der Musikhochschule unter dem Namen 'Mauritiusstudio' als Veranstaltungsort dient, sowie die Schlosskirche, die als 'Museum in der Schlosskirche' musealen Zwecken dient zu nennen. Die älteste Kirche Saarbrückens die Deutschherrnkapelle in der Pfählerstraße dient der evangelischen Gemeinde, der katholischen Gemeinde und der rumänisch-orthodoxen Gemeinde als Gottesdienstort. Im kommenden Jahr werden dort auch regelmäßige Gottesdienste der katholischen Gemeinde gefeiert werden.. Im Sommer dient sie als Kulisse des Theaterfestivals. Im Spätsommer diesen Jahres hat sie eine Orgel aus dem Buckinghampalast erhalten.

Doch zurück zu den Religionsgemeinschaften. Die evangelischen Christen haben ihre gute Stube in Gestalt der Ludwigskirche in unserem Stadtteil (das obige Foto zeigt sie), unweit davon befindet sich die Pfarrkirche St. Jakob in der Keplerstraße / Ecke Heuduckstraße. Ebenfalls in der Heuduckstraße  haben die Lutherisch-Evangelischen Christen ihre Heimstätte. In der Friedenskirche finden die Gottesdienste der russisch-orthodoxen Christen und der Altkatholiken statt. In der evangelischen Notkirche 40er Grab (wegen der gemütlichen Kneipenatmosphäre auch Café Halleluja genannt) finden neben evangelischen Gottesdienste auch ökumenische Andachten und katholische Gottesdienste statt. Im Trillerweg haben die Zeugen Jehovas ihren Königreichsaal. In der Saaruferstraße mit Blick über die Saar gibt es die methodistische Gemeinde.

 Auf der Folsterhöhe gibt es eine evangelische und eine katholische Kirche jeweils mit eigenem Gemeindezentrum.

Eine Besonderheit stellt das türkisch-islamische Gemeindezentrum mit dazugehörender Moschee in der Hohenzollernstraße 120 dar.  Begibt man sich vom Parkplatz der Hochschule für Technik und Wirtschaft nach rechts gelangt man in die unteren Räumlichkeiten mit Teestube und verschiedenen Nebenräumen. Besteigt man die Treppe erblickt man in der eigentlichen Moschee mit ihren Teppichen und Faiencen einen Traum aus 1001 Nacht.

Walter Dupré 

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